Sechs Jahre Infostelle Trichotillomanie in Hamburg

„Ein Rückblick auf 2005 - Ein Ausblick auf 2006“

Auch im vergangenen Jahr 2005 war das Thema „Trichotillomanie“ wieder in vielen TV- und Presseberichten präsent. In der Tina (1/05), in der Neuen Woche (11/05) und in Glamour (3/06) waren wir mit Berichten dabei. Im Fernsehen (NDR) gab es im Dezember einen Beitrag über die Arbeit der Selbsthilfegruppe Hamburg. Neben diesen Berichten habe ich es geschafft, die Trichotillomanie zusammen mit Berichten über Zwangsstörungen ungefähr 40x in der Presse unterzubringen. Die größte Resonanz brachte hier die Veröffentlichung im Stern (9/2005). Es gibt noch Anfragen von SAM (Pro7), Hallo Deutschland (ZDF) und den ZDF-Reportern.

Im Bereich Forschung hatten wir die Psy-Mon-Studie der Universität Osnabrück. Allen, die an dieser Studie mitgewirkt haben, herzlichen Dank. Die Ergebnisse werden uns wohl im Herbst 2006 auf der DGZ-Jahrestagung in Berlin vorgestellt.

Als wissenschaftliche Veranstaltung fand das Symposium zur Trichotillomanie auf der Jubiläumstagung der DGZ im September 2005 in Freiburg statt. Auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie im März 2005 habe ich für die Anliegen der betroffenen Kinder und Jugendlichen geworben.

Die Tricho-SHGs hatten im Januar 2005 ihr erstes Bundestreffen in Meschede. Es waren 12 Teilnehmer gekommen. Einen Bericht über das Treffen und die Arbeitsblätter findet Ihr auf dieser Homepage.

2005 haben mich wieder viele Anfragen von Betroffenen und deren Angehörigen erreicht. Mit 125 „Neuen“, weit über 400 Mails und Briefen sowie zahllosen Telefonanrufen, war ich in Sachen Information und Beratung wieder bestens beschäftigt. Interessant war, dass jetzt Betroffene, die sich schon vor Jahren bei mir gemeldet hatten, wieder angerufen haben, weil sie jetzt eine Therapie beginnen möchten oder mir von ihren Erfahrungen in der Therapie berichtet haben.

Doch nun laßt uns auf die Aktivitäten dieses Jahres 2006 schauen:

Das neue Jahr 2006 begann mit einem Vortrag vor den Ärzten und Therapeuten der Uniklinik Leipzig. Bei den Selbsthilfegruppen gibt es auch mal wieder erfreuliche Neuigkeiten. In Freiburg, Leipzig und Wien wollen sich neue Gruppen gründen. Ich wünsche den neuen Gruppen eine erfolgreiche Arbeit. Ein zweites Bundestreffen unserer Tricho-SHGs wird bei ausreichender Beteiligung im Oktober wieder in Meschede stattfinden. Das Schwerpunktthema soll lösungsorientiertes Arbeiten sein. Als neues Forschungsprojekt haben wir eine bildgebende Studie und eine Fragebogenstudie zu Tricho an der Uniklinik Leipzig in Vorbereitung. Ich hoffe, im Sommer näheres ankündigen zu können. Unsere Pilotstudie zur stationären Behandlung an der Klinik Windach hat erste Ergebnisse erbracht, die wohl im Laufe des Jahres bekanntgegeben werden können. Frau Dr. Bohne aus Münster wird ihre Ergebnisse der Internetstudie wohl im September beim Trichosymposium auf der DGZ-Jahrestagung in Berlin vorstellen. Ich selber werde auf dieser Tagung auch wieder einen Workshop anbieten.

Aus dem Bereich „Vermischtes“ ist noch zu berichten, dass Frau Neudecker nun Doktorin ist. Sie hat Anfang des Jahres Ihre Promotionsarbeit zu Tricho präsentiert und ist nun Frau Dr. Neudecker, herzlichen Glückwunsch.

Zum Schluss noch eine Bitte: Die ehrenamtliche Arbeit der Infostelle wäre gewiss nicht so erfolgreich, wenn ich nicht die Kontakte und finanzielle Unterstützung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. (DGZ) nutzen könnte. Darum bitte ich Euch zu überlegen, ob Ihr die DGZ und damit auch die Infostelle Trichotillomanie durch Euren Beitritt unterstützen möchtet. Die Mitgliedschaft in der DGZ kostet 50,- € Jahresbeitrag. Alle Infos zur Mitgliedschaft in der DGZ gibt es auf der Homepage www.zwaenge.de oder bei mir.

Mit lieben Grüßen
Eure Antonia, 23. April 2006

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